Ankunft
Gute 24 Stunden später, mehr oder weniger ausgeruht von der Flugreise und unseren Welcome Cocktail schlürfend sassen Jo und ich an der Hotelbar und liessen uns von den Instruktionen Matts, unserem Tourguide, berieseln. Er erzählte uns von den Gepflogenheiten, Sitten, Bräuche und der bevorstehenden Tour. Ach, es war einfach herrlich hier. Ob es wohl einen süssen Single gab? Gegenüber einem unverbindlichen Abenteuer war ich schliesslich nicht abgeneigt. Unauffällig versuchte ich die andere Teilnehmerin zu mustern, stellte jedoch schnell fest, dass diese die gleiche Idee hatte.
"Tschuldigung, unser Flug hatte Verspätung. Ja und dann war unser Gepäck nicht angekommen, aber schlussendlich haben wir es doch noch geschafft!" Wer ist wir, dachte ich und begutachtete diesen Mann, der dies alles ohne einmal Luft zu holen von sich gab. Plötzlich stürmte eine Wasserstoffblonde Tussi (Sorry für den Ausdruck) auf ihren mindestens 10 cm hohen Absätzen in die Bar. "Schatzi, da bist du ja. Du kannst mich doch nicht mit all diesen Räubern und Schwerverbrechern alleine lassen!" Theatralisch warf sie sich an Schatzis Brust und blickte die Bediensteten des Hotels mit Erfurcht an. "Und die vielen wilden Tiere, hast du die gesehen?" Damit zeigte sie auf die draussen befindenden Bestien. Wir alle drehten uns um. Sehen konnten wir jedoch nur Affen und Vögel, welche sich auf dem Hotelgelände frei bewegen konnten. Gekonnt klimperte sie mit ihren Wimpern. Ungläubig starrte ich sie an. Drei weitere Augenpaare folgten mir. Ihr Schatzi war sich wohl so ein Auftritt seiner Liebsten bereits gewöhnt. Gütig tätschelte er ihren Arm. 'Wuff' machte ich innerlich, das konnte ja heiter werden.
Matt fand seine Stimme als erster wieder. "Demnach seid ihr Chris und Monique?" "Ja", erwiderte Chris kurz angebunden und versuchte sich von der Umarmung seines Herzblattes zu befreien. Super, so spannend wie das Ganze werden konnte, so nervtötend kann es sich ins Gegenteilige entwickeln. Lassen wir uns überraschen.
Jo stupste mich unmerklich an. Ihre Augen strahlten, ein teuflisches Lächeln zierte ihr Gesicht. Unauffällig schob sie mir ihren Skizzierblock hin. Ich bestaunte eine Karikatur dieses Paares. Perfekt getroffen. Jo grinste mich nun offen an. Das war gemein. Sie wusste, wie schwer es mir viel mich zurückzuhalten. Nun zog sie den Block wieder zurück. Matt hatte zwischenzeitlich wieder zu erzählen begonnen und ich versuchte krampfhaft nicht laut loszulachen. Meine ironische, sarkastische Ader war von Jo zum Leben erweckt worden.
Ein erneuter Stupser von Jo, ein weiterer Blick auf den Block, ein perfekt passender Spruch, ich jaulte los. Das war zuviel. Jo grinste hämisch während Matt mich mit einem tadelnden Blick strafte, weil ihn schon wieder jemand unterbrach. Ich versuchte krampfhaft, mich wieder unter Kontrolle zu kriegen, ergebnislos. Eine Entschuldigung murmelnd stürmte ich aus der Bar, mir voll bewusst, dass ich nun diejenige war, der die Augenpaare folgten.
Eine halbe Stunde später hatte ich mich soweit im Griff, dass ich es wagte, mich wieder unter Gesellschaft zu begeben. Matt hatte in der Zwischenzeit seinen Einführungsvortrag beendet und er und die übrigen Teilnehmer sassen an einem Tisch und unterhielten sich angeregt. Die schienen sich alle schon bekannt gemacht zu haben. Toll! Und jetzt? Hilfe suchend blickte ich zu Jo. Diese sass da als wäre nichts passiert. Das war also die Strafe dafür, dass ich sie zuhause zur Weissglut getrieben hatte. Ok, geschah mir ja recht. Schüchtern warf ich mal ein kollektives Hi in die Runde und wartete auf Reaktionen.
"Ah, hier biste ja wieder. Dachte schon du seist von den gefährlichen Räubern oder von einem wilden Raubtier angefallen worden." Mit Blicken tötend funkelte ich Jo an, merkte ich doch wie sich meine mühsam auferlegte Selbstbeherrschung in nichts aufzulösen drohte. "Ich hoffe doch bloss, dass hier niemand anders Schweizerdeutsch spricht." Verneinend schüttelte Jo den Kopf. Immerhin was. "Hey Mädels, jetzt aber genug Deutsch gesprochen, willst du dich uns nicht auch noch Vorstellen?" intervenierte Matt und blickte mich erwartungsvoll an. Also dann, auf geht’s.
"Hi Zusammen. Ich heisse Sunny, werde in kürze noch etwas näher an die 30 kommen, zurzeit wohnhaft in der Schweiz, arbeite in einem Hotel als Event-Managerin, oder besser gesagt, Mädchen für alles. Weitere Infos zu meiner Person gibt’s auf Anfrage. Rechnung wird später gestellt." Uff, geschafft, hoffe das reicht und ich hab mich mit dem Spruch nicht noch mehr blamiert. Erwartungsvoll schaute ich in die Runde. Beinahe im Chor ertönte ein 'Hallo Sunny' von den anderen. Wo waren wir denn hier? Bei den AA? Schnell setzte ich mich neben Jo. "So, nachdem nun alle alle kennen, das wichtigste gesagt wurde", Matt erhob sein Glas, "auf ein gutes gelingen unserer Reise. Cheers!" Damit prostete er uns zu und wir taten es ihm nach.
Hey, und was ist mit mir? Stellen sich die anderen mir nicht auch nochmals kurz vor? Na dann muss ich mir halt die Infos anderweitig besorgen. Ok, mach ich mal ein Resumé; da hätten wir Matt, unseren Tourguide, dann Chris und Monique, Jo und eben noch die andere, dessen Namen ich noch nicht wusste. "Hey Jo, wie heissen die Blondine dort?" "Was, he? Ah ja, also das ist Peggy, sie ist von Holland. Da wollten wir doch auch mal wieder hin, nicht?" Und schon wäre meine Wissenslücke gefüllt. "Danke." Ich lehnte mich zurück und nippte an meinem Cocktail. Eingehend und ohne falsche Bescheidenheit musterte ich die Teilnehmer. Ich begann mit Peggy. Hm, schwer einzuschätzen. Nicht sehr gross, eigentlich eine hübsche Erscheinung, blonde lange Haare. Doch irgend ein undefinierbarer egoistischer Gesichtsausdruck zierte ihre Mundwinkel. Ausserdem ist sie sehr, sehr schwatzhaft. Jo und Monique hatte sie zumindest bereits in ein Gespräch verwickelt, bei dem sie die Kontrolle hatte. Monique, wie bereits gesagt, die Bilderbuchtussi. Etwa um die 175 cm, Modellook, rote gelockte Haare, perfekt hergerichtete Fingernägel, Makeup, Barby ist zum Leben erwacht. Man merkte ihr an, dass sie in ihrem Leben bis jetzt immer ihren Willen durchsetzen konnte. Ich wunderte mich, wie ihr Freund sie zu solch einer Jungle-Reise überreden konnte. Da war ich mal gespannt wie das mit ihr weitergeht.
So, blieben noch Chris und Matt. Irgendwie hätten die beiden Brüder sein können. Beide waren gross, sicherlich gute 185 cm, dunkle Haare, südländischer Touch, total knuddelige Typen, während der eine jedoch etwas breiter gebaut war, war der andere eher drahtig. Beide eigentlich voll meine Wellenlänge. Aber eben, Chris war ja schon vergeben und bei Matt, na nach dem was vorhin passiert war hatte ich sicherlich etliche Minuspunkte eingefangen. Nochmals danke Jo.
Die Jungs unterhielten sich ebenfalls angeregt und irgendwie bekam ich nirgendwo so richtig Anschluss. Das Gefühl des fünften Rads am Wagen erwachte in mir. Tja dann, bleib ich halt mal vorerst in meiner Beobachterposition.
Eine halbe Stunde später war mein Kopf voll von Infos von all den Teilnehmern ohne überhaupt ein Wort mit jemandem gewechselt zu haben. Hallo, war ich unsichtbar? Niemand schien meine Versuche sich an der Unterhaltung zu beteiligen zur Kenntnis zu nehmen. Sichtlich genervt stand ich auf, murmelte was von Toilette und verdünnisierte mich. Ich begab mich ins Hotelzimmer, schnappte mir meinen Bikini und düste hinunter zum Strand. Schliesslich waren wir nur noch heute hier und morgen starteten wir unsere Tour, welche uns einmal quer durch dieses Land führen sollte. Freudig stürmte ich in das kalte Nass des Pazifiks. Schön erfrischend. Ich tauchte eben aus den Wellen auf, als mich jemand von hinten packte und versuchte, mich unter Wasser zu drücken. Nicht mit mir, Bürschchen. Ein von meinem Kollegen gezeigten Hebegriff gegen unliebsame Gegner anwendend drehte ich den Spiess um und spendierte meinem Angreifer eine Tauchlektion. Triumphierend wartete ich bis der Typ halbwegs aufgetaucht war und setzte einen gekonnten Schlag nach. Leider behinderte das Wasser die Präzision sowie die Stärke des Schlages und gab dadurch meinem Angreifer die Möglichkeit etwas Abstand zwischen ihm und mich zu kriegen. Feigling!
"Fuck, was soll der Scheiss! Verstehst du denn keinen Spass?" prustend erholte sich Matt von meinen Attacken. "Matt?" fragte ich dümmlich zurück. Upsi, da hätte ich ja beinahe unseren Tourguide in den Knabenchor befördert. "Na wer konnte denn mit so was rechnen?" verteidigte ich mich. "Gehst du mit allen männlichen Wesen so sanft um?" Immer noch funkelte er mich böse an. "Und woher sollte ich wissen, dass es sich dabei um dich handelt? Ich wusste ja nicht einmal, dass ihr mein nicht anwesen sein bemerkt habt!" erwiderte ich trotzig. "Ausserdem," ich äffte Moniques Stimme nach, "hätte der Angreifer ja auch ein Räuber oder Schwerverbrecher sein können. Trotzdem, alles klar?" "Ja sicher." "Hey, tut mir echt leid, ich mein, das wegen dem blauen Fleck." "Blauen Flecken?" "Ja." "Ich hab doch gar keinen blauen Flecken davon getragen?" Noch nicht, murmelte ich. "Wie bitte?" "Nichts, dann ist es ja gut", erwiderte ich spitzbübisch grinsend.
"Sag mal, wieso bist du vorhin schon wieder verschwunden? Ich mein, ich hab keine Lust dich auf der Tour ständig suchen zu müssen." Herausfordernd lächelte er mich an. Irgendwoher kannte ich das. "Party On Dude!" rief ich. Sehr erstaunt schaute er mich an, "wie kommst du jetzt da drauf?" "Weiss auch nicht, ging mir einfach so spontan durch den Kopf. Geiler Film!" Matt verzog das Gesicht. "Hm." "Anyway", erwiderte ich, "also bis jetzt bin ich ja von alleine wieder aufgetaucht oder wurde souverän von dir gefunden." "Touché!"
"Matt, sag mal, hast du diese Tour schon öfters geleitet?" "Also öfters ist übertrieben." "Das heisst?" hakte ich nach, bevor ich unter der heranrollenden Welle hindurch tauchte. Wow, so ein Meer ist schon beeindruckend. Unendliche Freiheit. Hier galt das Gesetzt des Stärkeren. Nach Luft schnappend tauchte ich nach der Welle wieder auf. Suchend guckte ich mich nach Matt um. "Hey! Hallo?" Na super, schon wieder alleine gelassen. Plötzlich spürte ich etwas an meinen Beinen, bevor ich jedoch reagieren konnte gab es einen Ruck an ihnen und nun war ich an der Reihe Tauchunterricht zu nehmen. "Gleichstand", zufrieden grinste Matt mich an und zog mich aus den Wellen heraus. Kindisch wie ich nun mal war, lieferte ich eine perfekte Show, zuerst Schmollmund, eine gefakte Träne, Salzwasser sei dank, und dann zeigte ich ihm galant meine Zunge.
"Also an dir ist eine echte Schauspielerin verloren gegangen." "Nö, danke, nicht mein Ding. Jo gebührt diese Ehre, sie wird auch kürzlich dann endlich ihre Schauspielausbildung in London beginnen. Schliesslich ist sie die Kreative von uns beiden." Ich drehte mich um Richtung Küste, "ah, wenn man vom Teufel spricht." Ich winkte ihr zu. Sie winkte mir zurück, sprang und hopste am Strand auf und ab und fuchtelte weiter mit den Armen in der Gegen herum. Nun konnte ich auch Peggy am Strand ausfindig machen. Auch sie wedelte mit den Armen rauf und runter. Was die wohl hatten? Fragend schaute ich Matt an. Dieser jedoch blickte genau in die andere Richtung als zu den beiden. Wir schwammen ihnen ein Stück entgegen. Nun konnten wir ihre Stimmen, welche durch den Wind zu uns getragen wurden, verstehen. "Haie!" rief Jo und deutete auf etwas hinter uns. "Echt? Wo?" Ich begann mich umzusehen, konnte aber ausser Wellen nichts ausmachen. Auch Matt blickte sich suchend um. "Na komm, lass uns an den Strand schwimmen, die beiden sehen aus, als wenn sie kurz vor einer Herzattacke stehen." "Aber ich hab die Haie noch nicht erblickt", erwiderte ich und löste mich aus Matts Griff um meinen Arm. "Was soll denn das, spielst du immer so leichtfertig mit deinem Leben?" "Nö, eigentlich nicht, warum?" Anstatt mir zu antworten zog er mich am Arm hinter sich her und liess mich erst los, als wir wieder festen Grund unter den Füssen hatten.
Zurück am Strand. "Man, was soll die ganze Aufregung. Und das alles nur wegen ein paar Haien." Suchend blickte ich aufs Meer hinaus, dann wieder zu Matt, dann zu Jo, schlussendlich zu Peggy und wieder zurück zu Matt. Was ging hier ab? Plötzlich bemerkte ich das Funkeln in Jos Augen. Dann endlich fiel der Grossen. "Oh, du...", mir fehlten die Worte und knuffte sie deshalb als Ersatzt in den Oberarm. "Du hast uns nach Strich und Faden verarscht." "Yup, genau, voll gelungen!"
Peggy und Matt wechselten immernoch unwissende Blicke aus. "Hey, lass uns die noch ein bisschen mehr hochnehmen, testen wir gleich mal wie strapazierfähig die sind." "Jo, klasse Idee."
So begann Jo auf Englisch auf mich einzureden. "Sunny, willst du unbedingt schon am ersten Tag unserer Ferien das Zeitliche segnen?" Jo legte ein wahres Zauberkunstwerk an Schauspielerei an den Tag und mimmte wie sichtlich erregt, geschockt und wütend sie auf mich war. "Hey, es waren doch nur kleine Haie und diese sind nach wie vor weit draussen im Meer", erwiderte ich und wollte sie damit ebenfalls beruhigen. "Du hast die Haie entdeckt?" Matt guckte wieder neugierig aufs Meer hinaus. "Ja, nachdem Jo sie mir ausgedeutet hat. Aber by now there gone. Sorry." "Schade. Aber sonst mit euch beiden alles klar?" Matt war nun ebenfalls ganz besorgt. Jo und ich wechselten erneut Blicke aus. "Ja", erwiderten wir im Chor.
"Was geht denn hier ab? Eine Versammlung ohne uns?" Chris Stimme ertönte hinter uns. Er war unbemerkt mit Monique am Strand aufgetaucht. "Die zwei", dabei deutete Peggy auf Matt und mich, "wären beinahe von Haifischen aufgegessen worden. Ganz furchtbar. Sie konnten sich erst in letzter Minute an den Strand retten." Peggy traten Tränen in die Augen. Hey, wusste gar nicht dass die so besorgt sein kann? Hm, vielleicht habe ich sie doch falsch eingeschätzt. Auch Jo hatte einen verdatterten Gesichtsausdruck drauf. Na das nahm gar nicht die Wendung, die wir geplant hatten. Aber einmal angefangen, mussten wir das Schauspiel zu ende spielen.
"Siehste Schatzi, noch hat die Tour nicht mal begonnen und schon befanden wir uns in Lebensgefahr!" fiepte Monique. Rote Stressflecken bildeten sich auf dem perfekten Teint. Wieder einmal dachte ich 'Wir?'
"Mäuschen, ist doch gar nichts passiert, alles ist gut gegangen." "Ja, und wir waren doch auch wirklich nie in Gefahr, dafür schwammen die Haie viel zu weit draussen und es waren ganz kleine." Hilfesuchend blickte ich mich um. Dich niemand war gewillt, diese Geschichte zu beenden. Jo spielte ebenfalls die aufgebrachte und wollte sich fürsorglich um mich kümmern, während Matt dabei war, die erregte Peggy zu beruhigen. "Aber Schatzi, es..." "Ausserdem bin ich ja auch noch hier um dich zu beschützen", viel ihr Chris ins Wort, bevor sie sich erneut über all das Negative dieser Tour auslassen konnte. Mein Kommentar wurde anscheinend von niemandem zur Kenntnis genommen. "Das weiss ich doch", wisperte sie, klimperte erneut mit ihren Wimpern und hauchte ihrem Schatzi einen fiktiven Kuss auf die Wange.
"Hey, Peggy, wieder alles klar?" Besorgt legte Matt den Arm um sie und blickte sie beruhigend an. Peggy nickte. "Also nach all der Aufregung könnte ich einen Drink gebrauchen. Kommst du mit?" Peggy schenkte ihm ein kokettes Lächeln, hakte sich bei ihm ein und meinte, "klar, genau das was ich im Moment gebrauchen könnte." Die zwei zogen von dannen. Hallo? Da muss ich irgendwie was verpasst haben. Somit waren Männer für mich auf der Tour gestorben, dabei würde mir Matt wirklich noch gefallen. Kopfschüttelnd blickte ich den beiden hinterher. "Hey wartet, wir kommen auch!" Chris und Monique folgten den beiden.
Jo hatte unterdessen ihr Schauspielerrolle wieder weggeräumt und begann nun lauthals herauszulachen. Zuerst blickte ich sie grummelig an, doch schlussendlich stimmte ich mit ihr ein. "Oh Sunny, das versprechen ja ganz interessante Ferien zu werden. Glaubst du, das kommt gut zwischen Peggy und Matt? Ich mein, wie die ihn anhimmelt, das stinkt schon fast zum Himmel." "Grmpf." Jo zog eine Augenbraue hoch. "Aha, dacht ichs mir doch." "Was?" fragte ich so unbeteiligt wie möglich zurück. Es war furchtbar eine Freundin zu haben, die einem sofort und immer durchschaute. Hatte zwar auch seine Vorteile, aber momentan legte ich es eindeutig als Nachteil aus. "Du bist an Matt interessiert." "Nein, bin ich nicht", stritt ich ab, worauf ich Stirnrunzeln von Jo kassierte. "Ja klar. Ich wette mit dir, dass ihr zwei als Paar diese Tour beenden werdet." Ich schwieg dazu, verlor ungern Wetten.
"So, lass uns zu den anderen gehen und die Bar stürmen, schliesslich werden wir die nächsten paar Tage nicht mehr viel Zivilisation vor uns haben. "Ja, komme gleich, geh schon vor. Muss noch mein Zeug zusammenlesen." So, wieder einmal alleine begab ich mich zu meinen Kleidern und fragte mich, aus welchem Grund ich aufgehört hatte zu rauchen. Eine Million für eine Zigarette. So sass ich nun, nach einem sehr ereignisreichen Tag vereinsamt am Strand und bewunderte meinen ersten atemberaubenden Sonnenuntergang in Costa Rica.