Ungewollt gewollt

Wir begaben uns zu unserem Brunnenschacht und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Der Schutt begann langsam zu trocknen und damit war es auch nicht mehr so kühl. Lustlos knabberte ich an den Keksen rum. Ach wie gerne hätte ich jetzt einen Teller Spaghetti mit extra vie Käse. "Ja, dazu einen guten Rotwein und ein Tiramisu zum Dessert. Musst du mich so quälen?" "Wie bitte?" "Beginnst von Spaghetti zu erzählen während wir hier unsere Scheissmahlzeit einnehmen!" Ich zuckte zusammen. Eine solch heftige Reaktion hatte ich nicht erwartet, vor allem, da mir nicht mal bewusst war dass ich meine Gedanken laut ausgesprochen hatte. Keanu stand auf und begann wie ein Tiger auf und ab zu gehen. "Hey, wir werden wieder unsere Pasta zu essen bekommen. Wenn wir hier draussen sind, lade ich dich auf eine Extra Portion ein." "Wenn wir hier wieder herauskommen? Wenn wenn wenn! Schau dich doch mal um", er zeigte auf unser Gefängnis. Wir sind irgendwo mitten in dieser dämlichen Schlucht unter tonnenweise Schutt begraben. Hochklettern kann ich nicht, weil dann vermutlich der ganze Schacht ins Rutschen käme und dich darunter begraben würde. Ach wieso musstest du auch nur diesen verdammten Hang runterfallen?" Vorwurfsvoll blickte er mich an. Ich rappelte mich hoch und wollte ihn in die Arme nehmen. Doch er stiess mich von sich und zog sich ohne ein weiteres Wort in die Höhle zurück. Verdattert blieb ich zurück. Ich bemerkte nicht einmal den erneuten Schmerzen in meinem Fuss. Jaja, gib bloss mir die Schuld. In Gedanken hatte ich Monique schon auf tausende Arten zur Rechenschaft gezogen. Das war doch der springende Punkt, wegen der Keanu und ich in dieser Lage waren. Nur das nütze hier und jetzt auch nichts mehr. Der Schaden war angerichtet und wir mussten nun das Beste daraus machen. Ich stellte mir die Schlagzeilen vor: "Swiss Girl causes Death of Matrix Star Keanu Reeves". Super, meine Familie könnte sich nie mehr auf die Strasse wagen ohne von irgendwelchen Psychopatinnen verfolgt zu werden. Ich begann unmutig ein paar Steine und Hölzer aus der Wand zu ziehen, als ich fernab ein Motorengeräusch vernahm. Von einem Summen wurde es immer lauter und schlussendlich konnte ich es als Helikopter identifizieren. Hoffnung wuchs in mir, sie suchten nach uns! Wir mussten uns hier irgendwie bemerkbar machen, aber wie? Hüpfen und winken würde nichts nützen, etwas hoch werfen? Nein, bin nicht der Hulk oder sonst jemand mit übernatürlichen Kräften. Es musste doch irgendeine Möglichkeit geben, sie auf uns aufmerksam zu machen. Aufgerecht kroch ich in die Höhle. "Keanu?" Nichts. "Keanu, vielleicht kommst du schneller zu deinem Teller Spaghetti als dir lieb ist." Immer noch nichts. "KEANU!?" Keine Reaktion. "Ach rutsch mir doch den Buckel runter." Ich begab mich zu unserem Nachtlager. Eifrig durchsuchte ich unser Hab und Gut nach irgendetwas brauchbarem. Nichts.

Das konnte doch nicht sein. Auf einmal bemerkte ich die Stille hier drinnen. Kein Geräusch von draussen drang herein. Nicht einmal das Vogelgezwitscher. Ich musste Keanu finden. Ich griff mir den Baumstamm, der heute Abend unser Lagerfeuer zum erleuchten bringen sollte und verwendete diesen als Krücke. Ich humpelte zum Wasserloch. Keanu war nicht dort. Ich begab mich zu den Malereien, immer noch nichts. Doch immerhin vernahm ich nun ein leises Geräusch, welches mich noch tiefer in die Höhle hinein führte. Vorsichtig humpelte ich in die Richtung aus der das Geräusch zu hören war. Plötzlich stolperte ich über etwas. Ich hatte ihn gefunden. "Keanu? Keanu!" "Ach lass mich doch einfach alleine." "Hey, jetzt hör auf dir selber leid zu tun, wir werden hier heraus kommen. Versprochen!" "Verschwind doch einfach." "Nein, das hab ich nicht vor. Du hast mir geholfen, jetzt helfe ich dir. Ob du willst oder nicht." "Dein Englisch ist doch sonst nicht so schlecht Sunny, was ist an verschwinde so schwer zu verstehen?" "Nichts, ich bin nur nicht gewillt, dem nachzukommen." Ich wollte ihn in die Arme nehmen doch in seiner Verzweiflung stiess er mich wieder von sich. Erneut viel ich hin, ein knacken waren zu hören. "Scheisse, Sunny, oh mein Gott, hab ich dich verletzt?" Den Boden abtastend kam er auf mich zu. "War das dein Knöchel?" Ich schwieg. Endlich hatte er mich gefunden. In der Dunkelheit konnten wir uns nicht sehen, nur spüren, schmecken, riechen, fühlen. Ich tastete mich zu seinem Gesicht hoch, zog es zu mir und als es nur noch wenige Zentimeter von meinem entfernt war, drückte ich ihm einen Kuss auf die Lippen. Dann liess ich ihn los. "Wofür war der denn?" "Einfach." "Was einfach?" "Na, jemand hat mir mal gesagt, das könnte ein gutes Mittel gegen Hysterie sein." "Aha." Kein Frust, keine Angst, keine Resignation war mehr aus seiner Stimme zu hören, dafür war etwas anderes an die Stelle getreten. Etwas das meine Sinne in höchste Alarmbereitschaft versetzte. "Und hat dir die Person auch gesagt, was als nächstes Folgen wird?" Etwas knisterte. Ich hauchte ein Nein über meine Lippen. Mir wurde bewusst, dass ich hier eindeutig die unterlegene war. "Aha." Mein Herzschlag beschleunigte sich. Mein Atem wurde unkontrolliert. "Ich, ich wollte dir etwas sagen." "Ach ja?" "Ja" "Das, wofür ich dir einen Dollar und einen Penny schulde? Da bin ich jetzt aber gespannt." Mein Mund wurde trocken. Ich musste mich räuspern. Langsam versuchte ich unter ihm hervor zu kriechen. "Wo willst du denn hin?" Er hielt mich fest. "Wir haben hier immer noch ein offenes Gespräch." "Ich, ich, es war nichts." "Nichts?" "Es ist mir peinlich darüber zu reden." "Es gibt hier nur dich und mich und sonst niemanden. Ausserdem ist es stockdunkel, man könnte fast glauben, man sei alleine." "Alleine." Wiederholte ich. "Bereitet dir das etwa sorgen?" Ich hatte das Gefühl als ob mein Herz demnächst aussetzen würde. Was ging hier ab. Blöde Frage, das wusste ich ja, aber es durfte nicht geschehen. Josephine war an ihm interessiert. Und er ja auch an ihr, zumindest hatte ich bis eben den Eindruck. Nun war gar nichts mehr so, wie es mir vorher erschienen war. Würde man uns jetzt so finden, die Situation wäre eindeutig. "Ich, ich darf nicht." "Was darfst du nicht." "Na das hier." Es hatte mich unendliche Überwindungskraft gekostet, dies zu sagen. "Hier ist doch nichts. Oder?" Ich konnte förmlich spüren, wie Keanu mich herausfordernd anschaute. "Genau", meine Stimme war kurz vor dem versagen. "Wollen wir das ändern?" Oh mein Gott, jetzt überliess er auch noch mir die Entscheidung. "Vielleicht hilft dir das bei der Entscheidungsfindung." Unendlich zärtlich küsste er mich. Ich glaubte, ich müsste zerspringen. Nein, ich darf das nicht, ich, Jo. Sein Kuss wurde langsam fordernder. Wie gut sich das anfühlte. Kann etwas, das sich so gut anfühlt so falsch sein? Ein leises stöhnen entwich meiner Kehle. Ich öffnete meinen Mund und gewährte seiner Zunge den Zutritt. Sämtliche Gehirnfunktionalitäten schalteten ab. Was wollte ich mehr? Das, ich wollte mehr von ihm, wollte ihn spüren, riechen. Unkontrolliert gruben sich meine Hände in seine Haare und ich zog ihn näher zu mir hin. So etwas Intensives hatte ich noch nie erlebt. Plötzlich löste er sich schwer atmend von mir. NEIN, schrie meine innere Stimme. Mein ganzer Körper verlangte nach ihm. "Und? War das jetzt ein Ja?" Auch sein Atem ging schneller. Es schien ihn ebenfalls unendliche Widerstandskraft gekostet zu haben. "Oh Gott, wieso musst du mich so quälen." "Quälen? Nennst du das eine Qual?" "Nein, doch es ist nicht recht. Ich meine, unsere Hormone müssen verrückt spielen." Wie war ich bloss fähig in solch einer Situation so etwas von mir zu geben. "Und jetzt?" Gute Frage. "Brauchst du noch einen Beweis?" "Ja" flüsterte ich. Und wieder küsste er mich, diesmal etwas forscher und fordernder. Mein Körper begann sich unter ihm zu wenden. Er wollte mehr, ich wollte mehr. Seine Hand schob sich langsam unter meinen Pulli. Tausend kleine Blitze durchzuckten mich, während seine Hand sich höher arbeitete und schliesslich auf meiner linken Brust zu ruhen kam. Unendlich zärtlich begann er diese zu massieren. "Und? Wie lautet deine Antwort?" "Ja." "Ja was?" "Ja ich will, und jetzt hör auf mich so zu quälen." Mit diesen Worten zog ich seinen Kopf wieder zu meinem runter und erforschte seinen Mund nun meinerseits mit meiner Zunge.

Keanu änderte ganz leicht seine Position und berührte dabei meinen lädierten Fuss. Ich zuckte zusammen. "Tut mir leid, alles ok?" Ich konnte nur nicken. Zu spät realisierte ich dass er dies ja gar nicht sehen konnte und so zeigte ich ihm, dass alles in Ordnung war indem ich meine Hände unter sein T-Shirt schob. Ich wollte das störende Teil weg haben. Den unteren Teil packend begann ich es ihm über den Kopf zu ziehen. "Wart, lass mich das machen", und schon landete es irgendwo neben uns. "Na viel spass beim Suchen." Wir mussten beide lachen. Dies war erlösend und nahm uns unsere letzte Hemmschwelle. Er zog nun seinerseits an meinem Pullover und ich half ihm dabei. "Viel besser so", flüsterte ich. Ich bedeckte seine nackte Brust mit vielen kleinen Küssen. Trotz der anstrengenden letzten Tage roch er wunderbar. Mit einem geübten Griff öffnete er meinen BH und dieser flog in die Richtung in die auch sein T-Shirt geflogen war. "Viel besser", murmelte er und begann meine Brüste zu erkunden. Sanft knetete er diese und begann dann mit seinem Mund an diesen zu saugen. Leidenschaftliche Erregung erfasste mich. Nun liess er seinen Mund weiter nach unten wanderte. Ein woliger Schauer durchfur mich. Nie zuvor hatte ich solche Gefühle erlebt. Ich war so fasziniert vom Ganzen, dass ich unfähig war, mich zu bewegen. Wartend auf seine nächsten Liebkosungen hob ich ihm meine bebenden Hüften entgegen. Keanu nahm das Angebot freudig an, indem er begann, mir meine Hosen zu öffnen. Lustvoll stöhnte ich auf und flehte ihn an, weiterzumachen. Er begann gekonnt mich mit seinen Fingern mein Lustdreieck zu verwöhnen. Wonneschauer durchliefen meinen Körper. Als ich es beinahe nicht mehr aushalten konnte drückte ich meine Hände gegen seine Brust. "Bitte, jetzt", flüsterte ich. "Noch nicht", murmelte er und begann erneut meine Brüste zu liebkosen. "Hör auf damit, ich kann nicht mehr", hauchte ich ihm verzückt entgegen. Damit schob ich mich nun meinerseit auf ihn und umstrich sanft mit meiner Zunge seine Brustwarzen und begann daran herumzuknabbern. Keanu zog hörbar die Luft ein. Ein kleines Lächeln umspielte meine Lippen. Dann wanderte ich hinab bis zu seinem Bauchnabel und begann auch den kundig mit meiner Zunge zu erforschen. "Wart", murmelte er und begann sich seine Hosen auszuziehen. "So geht es einfacher." Langsam glitt meine Zunge weiter nach unten. Erneute Erregungsschauer durchfuhren mich. Interessiert erforschte ich seine Lendengegend. Keanu zitterte am ganzen Körper, sein Atem ging immer schneller. In einer schnellen Bewegung zog mich von seinen heissen Lenden zurück und küsste mich erneut auf den Mund. Ich dachte ich müsste Sterben. All diese Gefühle brachten mich um meinen Verstand. Unser beider Blut war am kochen. Fordern streckte ich ihm meine Hüften entgegen. Ich wollte ihn spüren, musste ihn spüren. Unendlich zärtlich drang er in mich ein. Er zögerte kurz, als er die natürliche Barriere durchbrach, doch der Point of No Return war lange überschritten, nichts konnte dies jetzt noch verhindern. Besser gesagt, ich wollte es nicht verhindern. Hier und jetzt konnte ich nur Freude und Erregung empfinden. Alles fühlte sich so richtig an. Ich zog seinen Kopf zu mir und bedeckte seinen Mund mit einem innigen Kuss. Er sollte wissen dass dies mein Wille war. Gemeinsam erklommen wir eine neue Sphäre des Liebeszauber. Eine unglaubliche Gefühlswelt explodierte in mir, nicht wissend dass es so etwas geben konnte, als er immer tiefer und tiefer in mich eindrang. Schauer der Freude, erregt und neugierig schreichelten wir uns am ganzen Körper. Erneut küsste ich ihn, wollte ihn ganz nah auf und in mir spüren. Mein Kopf war berauscht von den Küssen die wir uns gegenseitig schenkten. Der absoluten Extase entgegen kommend nahm ich ihn noch tierfer in mir auf, ich konnte einfach nicht anders. Alles fühlte sich so richtig an. Unsere Körper waren von kleinen Schweissperlen überdeckt. Undendlich zärtlich leckte ich diese von ihm. Erneut stöhnte Keanu auf. "Was machst du mit mir?" Die Welt um mich herum begann sich schneller zu drehen. Ich glaubte zu schweben. Immer höher und höher. "Ja, ja", stöhne ich. Ich fühlte wie Keanu zu zittern begann, mir ging es nicht anders. In meinem Körper breiteten sich Gefühle aus Freude, Lust, Verlangen, Glück, einfach alles was ich nie geglaubt hatte je möglich zu sein, aus. Gemeinsam erreichten wir den absoluten Lustlevel, schwebten, wohlige wärem durchfuhr meinen ganzen Körper gepaart von feurigen Blitzen aus meiner Beckengegend durchströmten meinen Körper. Mein Verstand hatte sich in nichts aufgelöst.

"Baby, so etwas hab ich noch nie erlebt", flüsterte er. Ich war zu überwältigt um überhaupt etwas zu sagen. Zuerst musste ich wieder in die Wirklichkeit finden. Meine aufgewühlte Gefühlswelt schwebte immer noch in der anderen Sphäre. Keanu küsste mich erneut. Schon wieder begannen meine Hormone Achterbahn zu fahren. "Wie konntest du mich nur so verzaubern?" Ich spürte seinen Blick auf mir. "Ich weiss es nicht", meine Stimme versagte beinahe. "Aber es war", ich suchte nach einem passendend Wort, "unglaublich." "Unglaublich? Amazing, marvelous, extraordinary, awesome! Ich würde sagen, das wären die passenderen Worte. Nie im Leben hatte ich je solch etwas erlebt. Ich weiss nicht einmal, wie ich es nennen soll." "Dann lass es", lächelte ich ihn an, halb auf ihm liegend. Ich musste ihn noch einmal küssen. Wie war so etwas möglich. Hätte ich zuvor gewusst wie das wäre, ich glaube ich hätte nicht so lange damit gewartet. Ich hoffe, er würde mir verzeihen, dass ich ihn nicht gewarnt hatte. Aber schliesslich ist es ja mein Ding. Er hatte mir genügend Möglichkeiten geboten, mich zurückzuziehen, welche ich allesamt ungenutzt verstreichen liess.

"Baby, du bist ein Naturtalent. Und ich fühle mich geehrt, dass ich der Erste sein durfte, dem du deine Begabung gezeigt hast." Ich begann zu weinen. Eine vereinzelte Träne traf sein Brust. "Hey, was ist los? Bereust du etwa was geschehen ist?" "Nein!" Schrie ich beinahe. Oh mein Gott, wie konnte jemand nur so zärtlich und feinfühlig sein. "Nein", wiederholte ich in einem normaleren Ton. "Was ist es dann?" "Du, wie kannst du nur so zärtlich und feinfühlig sein? Ich mein, ich dachte, der erste Mann dem ich mich öffne würde sicherlich denken, ich wäre nicht normal, so alt und noch immer eine Jungfrau zu sein und da kommst du und.." Ich konnte nicht weiterreden. Verständnisvoll nahm er mich in seine Arme und hielt mich einfach fest während ich meinen Gefühlen freie Bahn liess.