Verfolgungswahn
Es war nun schon Mitte Sommer, wollte dies nur mal so erwähnt haben, ich feierte grad mein 18 Monate Jubiläum am Arbeitsort, zwei Wochen nach dem Telefondesaster, ich hatte mich gerade mehr oder weniger wieder gefangen und konnte sogar Max Avancen mir gegenüber einigermassen gelassen entgegen sehen, als mein Handy läutete. Die Nummer auf dem Display sagte mir nichts, na dann red mit meiner Kombox. Soll anderen nicht besser gehen als mir. Max sah mich erstaunt an, "nimmste denn nicht ab?" fragte er erstaunt. "Nö, hab keinen Bock drauf, ausserdem bin ich ja noch am Arbeiten und da sollte man keine privaten Anrufe entgegen nehmen." Also wenn mein Chef mich so reden gehört hätte, ich glaub ich wär glatt befördert worden. Erstaunt schaute Max mich an. "Hey, haste nach der Arbeit schon was vor?" Mist, ich hab nicht gesagt, ich will mit ihm weggehen, aber irgendwie war er ja ok, und solange er keine grösseren Ansprüche stellte, war er ja ganz nett, aber mehr war echt nicht drin, hoffe bloss, dass er das kapiert. "Nö, wollte eigentlich ins Einkaufszentrum, ein bisschen abhängen und mir ein paar neue Klamotten kaufen". Da soll mir jemand sagen, shoppen sei nicht gut für ein angeschlagenes Frauenego. "Kann ich mitkommen?" "Ja, ok." War ich nicht nett?
Gesagt getan, nach der Schicht begaben wir uns ins Einkaufszentrum. Der Chrysler, der mir folgt bemerkte ich nicht. Und jetzt wird richtig spannend. Ich war grad beim x-ten Top anprobieren, als Max meinte, lass uns doch ein Kaffe trinken gehen. "Ja, gute Idee, will nur noch diese paar Kleidungstücke anprobieren, aber wieso gehste nicht vor? Ich komme dann anschliessend nach." "Ok, soll ich dir schon was bestellen?" "Nö, weiss noch nicht was ich will. Aber danke." Max verliess die Boutique Richtung Promenaden Kaffee. Ich wollte mich grad wieder einem neuen Kleidungsstück zuwenden, als ein Typ vor mir stand und mir ein Top hinhielt. "Aehm, danke. Und was soll ich damit?" "Wie wärs mit anprobieren?" Die Stimme kam mir irgendwie bekannt vor. Auch die ganze Erscheinung des Guys, ich konnte ihn jedoch nirgendwo einsortieren. Schlecht sah er jedoch nicht aus. Im Gegenteil. Beinahe scharze Augen, dunkle Haare, ein bisschen einen südländischen Touch, etwas grösser als ich, jedoch nicht zu gross, niedliche O-Beine, und auch sonst eine athletische Figur. Da konnte ich direkt Komplexe bekommen. "Und wieso sollte ich das tun?" "Weil ich glaube, dass es dir gut stehen würde." "Soso, und wer gibt dir das Recht, für mich Kleider auszusuchen? Ich mein, kennen tun wir uns nicht, und meine Mami hat mir schon früh beigebracht, ich darf nichts von Fremden annehmen." "Aha". Klaglong! Mein Kinn schlug auf dem Fussboden auf.