Kapitel 3

Doch was war das?
Ihr linkes Knie blutete. Fast schämte er sich, vergaß er doch in dieser knisternden Atmosphäre den Umstand ihres Kennenlernens. Maurice holte aus dem Sanitätsschrank Jod, tränkte einen Wattebausch damit und betupfte vorsichtig ihre Wunde.
"Au, au!" schrie Lilly los und zappelte mit dem Bein unbeherrscht herum. Zufällig stieß sie ihn dabei in seinem Schritt und spürte durch den Bademantel hindurch seine erwachte Lust. Für wenige Sekunden ruhte ihre Fußspitze auf dieser. "Psst, ist gleich gut," beruhigte Maurice sie liebevoll und legte schon die Watte beiseite. Mit seinen warmen Händen griff er auf ihre nackten Oberschenkel und verspürte ein leichtes Vibrieren in ihnen. Erfreut über die eindeutige Reaktion schob er sanft seine Finger ein Stückchen höher, näher zu ihrer Spalte hin. Nur noch wenige winzige Zentimeter trennten ihn von ihrem Paradies. Sein Atem ging schwerer, schneller. Gierig schaute er auf den Rand ihres Rockes und sinnte danach, ihn einfach runter zu ziehen, ihn von ihrem Körper zu reißen. Plötzlich hörte er leises Zähneklappern! Er stockte, hielt in seiner Bewegung inne und sah Lilly erstaunt an.

In ihren nassen Sachen saß sie da und fror. Für diesen Moment verflog der Zauber und die Wirklichkeit kehrte zurück. Erschrocken trat er zur Seite.
"Du zitterst ja? Du frierst?"
"Ja, mir ist ein wenig kalt."
"Ich lasse dir ein Bad ein. Was hältst du davon?"
"Das ist ein gute Idee, eine sehr gute !" dabei schaute sich Lilly um. Die Eckbadewanne war riesengroß, bot genug Platz für Zwei.
Mit Funken sprühenden Augen und einem verführerischen Lächeln schlug sie vor: "In die Wanne passen wir Zwei. Kommst du mit?"
Maurice sah sie mit großen Augen an und war momentan baff. Sein Herz pochte wild vor Erregung und mühsam antwortete er: "Gerne, sehr gerne sogar."

Er hob Lilly von der Konsole herunter und hüllte sie in ein großes Badehandtuch. Schließlich eilte er zur Badewanne und drehte den Wasserhahn auf.

Während das warme Wasser einlief knöpfte Lilly Knopf für Knopf ihre Bluse auf und ließ diese über ihre schmalen Schultern auf den Fußboden gleiten. Danach schlüpfte sie aus ihrem Rock und Slip heraus und trat zur Wanne. Durchgefroren stieg sie in den nach Lavendel duftenden Schaumberg und legte sich hin.
Unschlüssig stand Maurice da, er sah schon lange keine nackte Frau mehr und verfolgte jede ihrer Bewegungen. In dem grünlich schimmernden Licht sah sie so hinreißend, so aufregend aus und er begann zu träumen. Ihr frohes Lachen holte ihn aus seinen Gedanken zurück. Langsam zog er sich aus und stieg er zu ihr ins Bad.

Lilly fühlte sich wohl bei ihm. In ihrem Übermut tauchte sie unter und drehte sich dabei geschickt um. Auf einmal hob sie ihren Kopf kurz vor Maurice aus dem Wasser und setzte sich nah zu ihm hin. Sie nahm eine handvoll Schaum und neckte ihn damit. Maurice lachte hell auf und griff nach ihr. Er hielt ihren Kopf mit seinen Händen fest und schaute in ihre Augen. Da war es wieder, dieses Funkeln, diese Flammen in ihnen. Ihre Augen nahmen ihn gefangen, führten ihn weit weg. Sein Mund berührte flüchtig ihre Stirn, ihre Nase und ihre Wangen. Zaghaft suchten seine Lippen die ihren und seine Zunge verlangte Einlass in ihrem Mund, verlangte nach ihrer Zunge, verlangte nach ihrer Gier. Ein berauschter Kuss vereinte sie. Beide flogen in ihrer hemmungslosen Leidenschaft davon und gaben sich ihr hin. Ihre Hände, sein Mund, ihre Lippen, seine Zunge waren überall, trieben sie einem Höhepunkt entgegen. Fest umschlungen hielten sie sich.
Sie tanzte auf ihm, bewegte ihr Becken rhythmisch zu den Klängen ihrer beider Verlangen. Der Raum, die Zeit wurden für sie unwirklich. Nur noch die Welle ihrer Lust, ihres Verlangens trug sie, nahm sie fort und ließ sie in die Luft gehen und all ihre Sehnsucht ergriff sie.

Ganz allmählich öffnete sich die Wolke, löste sich der Nebel um sie herum und sie lagen immer noch in dem langsam erkaltenden Wasserbad. Sachte löste er sich aus ihren Armen und stand auf. Maurice zog sie zum zweiten Mal in die Höhe. Beide trockneten sich ab und gingen ins Schlafzimmer. Wieder waren es ihre Augen, der Glanz in ihnen, der ihn magisch anzog, ihn nicht mehr los ließ. Abermals senkte sich der Nebel ihrer hemmungslosen Lust um sie, umspielte sie mit seinen lüsternen Zungen. Ihre Herzen pochten immer schneller und ihre entfesselte Leidenschaft umzüngelt sie. Da waren ihre Hände, seine Lippen, ihre Zunge, seine Finger, ihre feuchte Spalte, seine pochende Liebesstange. Abermals nahm die Glut sie gefangen, brannte in ihnen und berauscht fühlten beide ihren Vulkan. Spürten die heiße Lava in sich brodeln, spürten das Feuer langsam aufsteigen. Bis eine Explosion sie frei gab, aus ihnen quoll. Schwer atmend und schweißgebadet lagen sie eng umschlungen da.

Maurice hielt Lilly in seinen Armen, drückte sie fest an sich und beide schliefen erschöpft, aber glücklich ein.