Home :: Geschichten :: Forum :: Chat :: Guestbook :: E-Mail


Selbstzweifel

Ich sitze und warte. Warte auf was eigentlich? Ich weiss es nicht. Aber meine Stimmung sinkt auf den Nullpunkt. Alles aus und vorbei. Das wäre es also gewesen. Verdammt! Aber was hatte ich erwartet? War es nicht jedesmal das Gleiche? Doch, gestand ich mir ein. Und trotzdem, irgendwie hatte ich gehofft dass es diesmal anders wär. Aber eben. So kann man sich täuschen und mein Herz beginnt klamm und taub zu werden. Bin ich denn so schrecklich? Selbstzweifel erfassen mich wieder und nagen an mir wie der Hund am Knochen.

Zeit, dieses schöne Wort das jeder benutzt und doch soviel bedeutet. Zeit, wieviel? Wieviel darf ich zugestehen, bevor ich den Schlussstrich ziehen muss. Selbstschutz. Wo ist mein Mauseloch, in welches ich mich am liebsten verkriechen würde. Tränen, sie stehen in meinen Augen und warten darauf meine Wangen runterzurollen. Doch noch kann ich mich beherrschen. Noch gebe ich ihm Zeit, jedoch ist meine Schmerzgrenze drastisch gesunken. Zuoft wurde ich in der Vergangenheit verletzt. Irgendwie greift ein Hand nach meinem Herz und drückt es zu. Und wieder diese Selbstzweifel, welche mich fest im Griff haben und mich nicht mehr loslassen.

Ich könnt fluchen, weinen, lachen. Lachen? Hab ich das jetzt wirklich gesagt? Ich frage mich warum? Wie? Eher ironisch gemeint, frag ich mich selber, oder? So schlimm war es doch nicht? Und wenn er sich heute nicht meldet, dann sicherlich morgen. Verdammt! Das musste jetzt sein. Ein trauriger Ausdruck ziert mein Gesicht. Noch vor wenigen Stunden war ich im Himmel, nun nähere ich mich rassant der Hölle. All meine Freunde können das ja wohl schönreden. Aber nützen tut es nichts. Flüchten, das würd ich am liebsten. Weit weg, wo mich niemand kennt. Neuanfang, einsam und verlassen, wie es mir bestimmt ist. Selbstzweifel können da dann ganz weit weggelassen werden, da es ja niemanden gibt ausser mir und ich zweifle ja nicht an mir. Oder?

Selbstzweifel. Was ist so schlimm an mir? Ich bin nicht perfekt, das weiss ich, aber trotzdem. Ein erneuter Blick, nein er ist nicht on. Was soll ich bloss tun? Ich vermisse ihn. Was vermisse ich? Alle wollen mir einreden, das ich ihn liebe, aber tue ich das wirklich? Oder ist es nur mein krampfhaftes Bedürfniss zu jemandem zu gehören? Ich weiss es nicht. Wem gaukle ich was vor? Und meine Selbstzweifel werden stärker und stärker und ich weiss immer noch nicht was ich machen soll. Liebe. Dieses Wort geistert durch den Raum und verschlimmert alles nur. Ich will doch nur seine Freundschaft. Alles weitere ergibt sich. Was ist dabei so schlimm? Stelle ich solch unerreichbare Forderungen? Selbstzweifel, oder?

Ach was solls, ich hätte es ja wissen müssen. Aber ich lerne es nie. Doch heute, jetzt. Genug, ich mag nicht mehr. Ein Leben in Einsamkeit, dazu verdammt und bestimmt. Warum glaub ich noch? Warum hoff ich noch? Das Leben könnt so einfach sein. Was erlaube ich mir, Ansprüche zu stellen. An ihn, an mich, überhaupt, generell. Weg, einfach nur weit weg, dorthin, wo man mich nicht erreichen kann. Einsame Insel, perfekt. Nur für mich sorgen zu müssen. Herrlich. Nie mehr verletzt zu werden. Traumhaft. Idyllisch. Da kann ich ich sein, ohne mich für andere verstellen zu müssen, mich anzupassen, rücksicht zu nehmen. Schmerzen. Ich komme nicht davon los. Ich spüre wie die Tränen drücken. Raus, weg. Nur ein Weg möglich, und den werde ich jetzt nehmen.

©by duenasworld.com



Gruempelsiite: Spass und Vergnuegen pur
©duenasworld.com