Neuorientierung

Seit einem Monat lebte Trisha nun in dem Heim. Es war in New Jersey. Ebenfalls besuchte sie eine neue Schule und musste sich auch an einen ganz neuen Lebensrythmus gewöhnen. Langsam löste sich die Taubheit, die sie seit dem Tod ihrer Mutter befallen hatte. Jerry und Phil waren ihr einziger Rückhalt zur Zeit. Die Personen vom Heim gaben sich zwar mühe, doch irgendwie hatte sie, trotz dieser kurzen Zeit das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmte. Vermutlich war es genau das, was sie aus ihrer Letargie hervorlockte. Ihre angeborene Neugier war erwacht.

Am meisten Mühe bereitete ihr die neue Schule. Ein ganz extremes Klassendenken fand hier statt, was hiess, dass jene Schüler aus dem Heim von den sogenannten normalen Schülern einfach links liegengelassen wurden. Dadurch wuchs automatisch der Zusammenhalt unter den Heimschülern. Da Trisha jedoch als Neue noch nicht in diese Clique integriert worden war, verlief ihr Leben ziemlich einsam. Trisha war das jedoch egal. Zumindest redete sie sich das ein, schliesslich hatte sie Jerry und Phil. Diese würden sie heute von der Schule abholen kommen. Sie freute sich wahnsinnig darauf.