"Trish, what happened?" Jerrys besorgte Stimme liess Trish nur noch vermehrt in sich sacken. Wie konnte sie die Jungs vergessen. "Nichts, alles ist ok, komme gleich", murmelte sie, "kannst schon draussen warten, schliesslich ist das hier ne Damentoilette." "Ich sehe hier zwar keine Damen aber wenn du meinst." Mit diesen Worten hörte sie wie er sich abwendete, sich die Türe öffnete und schloss. Etwas unbeholfen schälte sie sich von der Toilette und öffnete die Kabinentüre. Sie begab sich vor den versprayten Spiegel und versuchte sich einigermassen zurecht zukriegen. Mist, wie sollte sie bloss ihre roten, verheulten Augen verschwinden lassen und noch extremer, die Würgespuren an ihrem Hals. Wieder merkte sie wie eine Welle des Elends sie packte und sie wollte schon wieder losheulen, als sie eine Bewegung hinter sich bemerkte. Erschrocken fuhr sie herum, die Arme in Abwehrstellung. "Hey Mädchen, langsam. Willst mich ja nicht K.O. schlagen", grinste Jerry sie an. Dieses erstarb jedoch sofort, als er die Augen und die blauen Flecken am Hals bemerkte. "Was ist passiert! Wer hat dir das angetan?" Bei diesen harsch ausgesprochenen Worten zuckte Trish zusammen. "Niemand. Es ist heute einfach nicht mein Tag. Können wir unser Treffen nicht verschieben?" Beschämt und immer noch in Schock nahm er Trish in einer Geste des Tröstens in den Arm. "Hey Kleines, komm. Lass uns von hier verschwinden und nein, ich will unser Treffen nicht verschieben. Gehen wir zu Phil, der sicherlich hart um das wohl meines Jaguars kämpft und dann gehen wir ein grosses Eis essen. Nichts ist besser als ein Eis mitten im Sommer." Damit schupste er Trish Richtung Türe und wollte sie Richtung Ausgang lotsen. "Gib mir noch fünf Minuten, bitte. Wenigstens etwas herrichten darf ich mich doch. Wart ruhig draussen, ich komme gleich." Mit diesen Worten entwischte sie Jerry und lief nochmals Richtung Bad. Auf ihrem Rückweg jedoch hatte sie das Glück und lief Max wieder über den Weg, welcher Richtung Sporthalle mit seinen Kumpels unterwegs war. Trish versuchte ihm zu entwischen, er hatte sie jedoch schon gespottet und versperrte ihr den Weg. "Immer noch hier? Hast du dir meine vorherigen Worte nicht gemerkt?" "Doch, und wenn du mich durchlässt, kann ich denen ganz schnell folge leisten." Grob packte Max sie bei diesen Worten am Arm und drehte ihr den auf den Rücken und stiess sie erneut gegen die Schränke, die die Wand hier zierten. Mit der anderen Hand griff er in ihre Haare und zog damit ihren Kopf nach hinten. "Hast du noch immer nicht gelernt, dass du nur mit mir Reden darfst, wenn ich dir die Erlaubnis dazugebe?" Er kam ganz nahe an ihren Kopf heran. Bevor er jedoch weiterreden konnte, herrschte plötzlich totenstille im Gang. Eine unterkühlte, beherrschte Stimme sagte, "lass das Mädchen sofort los." Jeder der herumstehenden wusste unwillkürlich, dass eine Verweigerung des geforderten ungeahnte Konsequenzen mit sich ziehen würde. Trish wurde ruckartig losgelassen, sodass ihr Kopf hochschnellte und sie sich diesen an dem Schrank stiess. Unglücklicherweise befand sich gerade die Schliessvorrichtung auf ihrer Höhe und sie zog sich somit eine Schnittwunde zu. Vorsichtig drehte sie sich um, ihren Arm schüttelnd. Sie wusste schliesslich wer hinter ihnen beiden stand. "Du kleine miese Ratte." Mit diesen halb geflüsterten Worten machte er einen Schritt auf Max zu. Dieser bemerkte, dass er plötzlich alleine war. All seine sogenannten Kollegen hatten sich in Sicherheit begeben. Auf einmal wirkte Max nicht mehr so gross und stark. Insgeheim freute sich Trisha über die unverhoffte Änderung der Dinge, wusste aber auch, dass das ungewollte Konsequenzen mit sich ziehen würde. "Was fällt dir ein, eine Frau zu schlagen. Ich hätte grösste Lust, dich hier und jetzt zu verhaften." Jerry kam noch näher an Max heran. "Ich hab sie doch gar nicht geschlagen", erwiderte Max. Jerry zog ne Augenbraue hoch. Auf einmal begann Trish das ganze spass zu machen. Sollte dieser Mistkerl ruhig ein bisschen leiden. Die Situation wurde jedoch ruckartig unterbrochen, als der Direktor der Schule dazukam. Er war von irgendeinem Schüler alarmiert worden.